Über den eigenen Nachlass spricht kaum jemand gerne. Trotzdem gehört die Nachlassplanung zu den wichtigsten Themen überhaupt.
Ein geregelter Nachlass verhindert Streitigkeiten, schützt Angehörige und sorgt dafür, dass der eigene Wille respektiert wird.
Was passiert ohne Testament?
Ohne Testament greift automatisch die gesetzliche Erbfolge der Schweiz.
Das bedeutet:
- Ehepartner
- Kinder
- Eltern oder Geschwister
werden nach festen gesetzlichen Regeln berücksichtigt.
Nicht immer entspricht dies den persönlichen Wünschen.
Warum ein Testament sinnvoll ist
Mit einem Testament können innerhalb der gesetzlichen Möglichkeiten individuelle Regelungen getroffen werden.
Beispielsweise:
- bessere Absicherung des Ehepartners
- Begünstigung einzelner Personen
- Unterstützung von Kindern
- Berücksichtigung von Konkubinatspartnern
Die sogenannte freie Quote ermöglicht zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.
Minderjährige Kinder berücksichtigen
Bei minderjährigen Kindern gelten besondere Regeln. Vermögen muss sicher verwaltet werden, bis das Kind volljährig ist.
Formvorschriften unbedingt beachten
Ein eigenhändiges Testament muss:
- vollständig von Hand geschrieben,
- datiert und
- unterschrieben sein.
Fehlerhafte Testamente können ungültig sein.
Nachlassplanung entlastet Angehörige
Eine gute Nachlassplanung hilft dabei:
- Konflikte zu vermeiden
- steuerliche Aspekte zu berücksichtigen
- den Familienfrieden zu schützen
- den eigenen Willen klar festzuhalten
Fazit
Nachlassplanung bedeutet Verantwortung gegenüber der eigenen Familie.
Wer frühzeitig vorsorgt, schafft Klarheit und Sicherheit – für sich selbst und für die Menschen, die einem wichtig sind.